Pascal Kober - FDP-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Reutlingen

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Sonntag, 5. Februar 2012

Mein Weg zur FDP

Dem Evangelischen Oberkirchenrat stellte ich mich nach dem Abitur bei meiner Bewerbung  jugendlich-enthusiastisch mit den Worten vor, ich wolle „die Welt verbessern“. Zwar würde ich es heute etwas bescheidener und weniger naiv formulieren, aber der Kern der Sache ist geblieben: meinen Beitrag dafür zu leisten, die Welt für heutige und künftige Generationen etwas lebenswerter zu gestalten.

In gewisser Weise war mir Politik „in die Wiege gelegt“. Kommunal- und parteipolitisches Engagement –allerdings nicht für die FDP-  wie die Lektüre der Tageszeitung und der Wochenzeitung „Die Zeit“ waren in meinem Elternhaus selbstverständlich. Entsprechend waren politische Diskussionen zu Hause und im Freundeskreis an der Tagesordnung. Als Jungwähler ging ich noch „fremd“, kein Wunder, war doch mein Bild von der FDP vor allem durch die Kommentare aus der „ZEIT“ und aus dem „SPIEGEL“ geprägt.

Erst die Lektüre der Autobiographie Hildegard Hamm-Brüchers „Freiheit ist mehr als ein Wort“ aus dem Jahr 1996 weckte mein Interesse für die FDP. Eine kleine Anekdote aus diesem Buch ist mir bleibend in Erinnerung geblieben soll mein politisches Denken auch weiter prägen: Als Stadträtin setzte sich Hamm-Brücher dafür ein, dass endlich auch Frauen, die bei Bewerbungen nie zum Zuge kamen,  die Aufnahme ins Münchner Philharmonische Orchester gelingen sollte. Doch statt schlicht laut und Aufmerksamkeit erregend das den Frauen widerfahrende Unrecht zu beklagen, was ihr sicherlich jede Wiederwahl garantiert hätte, entschied sie sich für einen anderen politischen Weg. Sie setzte sich dafür ein, dass das Vorspielen aller Bewerber(innen) hinter einem Vorhang stattfinden sollte. Danach dauerte es nicht mehr lang, bis die ersten Frauen gleichberechtigte Aufnahme in das Orchester fanden...

Eines will ich mir hier zum Beispiel nehmen. Häufiger sollte es in der Politik – und gerade in der Sozialpolitik- um das Ergebnis gehen. Nicht diejenigen, die die besten Absichten haben oder am lautesten die moralische Keule schwingen, sollte in der politischen Auseinandersetzung Gehör finden, sondern diejenigen, denen es um das beste Ergebnis geht.

Das umfangreiche Archiv der Universitätsbibliothek Tübingen gab mir während meinem Studium die Gelegenheit, dieses geweckte Interesse zu festigen und manches – und insbesondere die Politik der FDP -von „anderer Warte“ (erneut) zu betrachten.
Guido Westerwelles programmatisches Buch „Neuland“ (1998) tat sein Übriges. Die FDP wollte ich fortan bei Wahlen unterstützen.

Nach einer zufälligen Begegnung und einem sehr langen Gespräch mit dem früheren Reutlinger Bundestagsabgeordneten und ehemaligen BundeswirtschaftsministerProf. Dr.  Helmut Haussmann trat ich schließlich 1998 der FDP und den Jungen Liberalen bei.
Mittlerweile war ich in verschiedenen Ämtern und Funktionen bei den Jungen Liberalen und der FDP aktiv. 2005 kandidierte ich zum ersten Mal für die Bundestagswahl.

Heute habe ich folgende Parteiämter inne:

- Vorsitzender des FDP Bezirksverbandes Neckar-Alb (seit 2000)
- Mitglied im Landesvorstand der FDP/DVP Baden-Württemberg (seit 2001)
- Obmann des Landesvorstandes im Landesfachausschuss Forschung und Technologie (seit 2006)
- Gründungsmitglied und Theologischer Berater der Christlichen Liberalen – Christen bei den Freien Demokraten Baden-Württemberg
- Mitglied im FDP Landesfachausschuss Kirchen und Religionsgemeinschaften (seit 1999)
- Mitglied im FDP Bundesfachausschuss Kirchen und Religionsgemeinschaften (seit 2009)
- Mitglied im FDP Bundesfachausschuss Soziales (seit 2009)
- Mitglied der FDP Grundsatzkommission (seit 2010)



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